Thomas Kreuzer MdL
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Aus der Fraktion
14.03.2017, 16:55 Uhr
Ingrid Heckner und Dr. Ute Eiling-Hütig: Lohngerechtigkeit ja – aber Fakten vor Ideologie!
„Weil wir es wert sind“ – unter diesem Motto hatte die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag anlässlich des Equal Pay Day 2017 zu einer Diskussionsveranstaltung ins Maximilianeum geladen. Ingrid Heckner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Dr. Ute Eiling-Hütig, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Landtagsfraktion betonten dabei: „Für uns gilt die Maxime: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Allerdings heißt es bei diesem Thema auch: Fakten vor Ideologie.“

Eiling-Hütig widerlegte bei der gestrigen Veranstaltung im Landtag den Mythos von 21 Prozent Lohnunterschied: „Wir dürfen Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Die Differenz beim Gehalt ergibt sich vor allem aus individuellen Entscheidungen – Berufswahl, Teilzeit, Babypause.“ Frauen entschieden sich häufiger als Männer dafür, so Eiling-Hütig, in Teilzeit zu arbeiten und öfter und länger für die Familie zu Hause zu bleiben. Männer dagegen fände man häufiger in den gut bezahlten MINT-Berufen, größeren Betrieben und Hochlohnbranchen sowie in Führungspositionen.

Die CSU-Abgeordnete weiter: „Wenn wir das Ziel Lohngerechtigkeit ernst nehmen, dann müssen wir an breiterer Front ansetzen: Das fängt bei der Berufswahl an – wie schaffen wir es, Frauen verstärkt in mathematische und naturwissenschaftliche Berufe zu bringen? – und hört bei der Aufwertung der Pflegeberufe auf.“  Heckner ergänzt: „Wir müssen auch die Leistung der Mütter besser anerkennen. Für uns ist Familienarbeit keine Arbeit zweiter Klasse. Deswegen haben wir die Mütterrente auf Bundesebene durchgesetzt und so eine Gerechtigkeitslücke beseitigt. Davon profitieren in Bayern mehr als Million Frauen!“

Die Landtags-CSU will bei diesem Thema nicht nachlassen. „Wir wollen die Kinderziehungszeiten vollständig gleichstellen: Unabhängig davon, ob das Kind vor oder nach 1992 geboren ist, werden drei Jahre Kindererziehungszeiten angerechnet. Das ist für uns nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern auch ein wirksames Mittel gegen Altersarmut. Neben der Politik ist auch die Wirtschaft in der Verantwortung, weitere Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen“, so Heckner und Eiling-Hütig.