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Aus der Fraktion
15.03.2017, 09:03 Uhr
Prof. Dr. Gerhard Waschler und Tobias Reiß: Ohne Gymnasium zum Medizinstudium – CSU-Fraktion will Schulsystem noch durchlässiger machen
„Wir wollen die Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems weiter stärken und damit noch mehr jungen Menschen den Weg in ein medizinisches Studium eröffnen“, kommentiert Tobias Reiß die geplante Änderung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes. Der CSU-Abgeordnete ist Berichterstatter zum Gesetzentwurf der Bayerischen Staatsregierung, der am morgigen Donnerstag im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags beraten wird.

Der Gesetzentwurf sieht unter anderem die Einführung der neuen Ausbildungsrichtung „Gesundheit“ an den Beruflichen Oberschulen vor. Schülerinnen und Schüler, die die Beruflichen Oberschulen mit dieser neuen Ausbildungsrichtung erfolgreich durchlaufen, können künftig mit ihrer fachgebundenen Hochschulreife  einschlägige Studiengänge aufnehmen. „Konkret bedeutet das: Der Weg zum Medizin-, Zahnmedizin- und Tiermedizinstudium sowie zum Studium der Pharmazie führt künftig nicht allein über das Gymnasium beziehungsweise über die allgemeine Hochschulreife; er kann vielmehr auch mit einer fachgebundenen Hochschulreife der Ausbildungsrichtung ‚Gesundheit‘ eingeschlagen werden“, erklärt Prof. Dr. Gerhard Waschler, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung und Kultus der CSU-Fraktion. Derzeit ist die Öffnung der medizinischen Studiengänge für Absolventen  mit der neuen Ausbildungsrichtung befristet bis einschließlich des Prüfungsjahrgangs 2020.

„Wir unterstützen diese Gesetzesänderung ausdrücklich“, macht Reiß deutlich. „Die nachhaltige Stärkung der Durchlässigkeit im differenzierten Schulwesen ist ein Kernanliegen der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.“ „Gerade die Fachober- und Berufsoberschulen tragen wesentlich zur Durchlässigkeit im bayerischen Schulwesen bei“, erläutert Waschler und ergänzt: „In Bayern werden mehr als 40 Prozent der Hochschulzugangsberechtigungen über den beruflichen Weg erworben. Die Beruflichen Oberschulen stoßen dabei als alternativer Weg zur Hochschulreife bei den jungen Menschen in Bayern auf hohe Akzeptanz.“